SLOP – Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten

Eine Performance von und mit Eva Jaekel, Caroline Beach, Casey Ouzounis und Josef Panda

»Slop« ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß, wird heute aber im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP deren Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. Inspiriert von Archivmaterialien und Gesprächen mit der Künstlergruppe von damals und Fluten an Internet-Content fragt SLOP performativ: Was kann uns heute überhaupt noch herausfordern? Welche Bilder können wir erzeugen, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit, digitale Performance und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?

Die Produktion entstand in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Stadtarchiv Dresden. Die Performance entstand in Kooperation mit dem Societätstheater Dresden und wurde in der Robotron-Kantine, im Kunsthaus Dresden gezeigt.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Außerdem wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Fotos: William Bowers